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Ljubo Sabljic – Ein Mann für alle Fälle

 

Ljubo Sabljic

Dass es „immer was zu tun gibt“, wusste nicht nur vor Jahren eine große deutsche Baumarktkette, sondern auch Ljubo Sabljic. Der 71-Jährige hatte im Laufe der Zeit schließlich einiges zu tun bei der SG Dettingen-Dingelsdorf. Durch seine handwerklichen Fähigkeiten, welche er in seiner 32-jährigen Tätigkeit bei einem Bauunternehmen gelernt hat, ist er bei der SG der Spezialist für Bauvorhaben, Reparaturen und Restaurationen. Zwei Clubheime hatte er mit abgerissen, zwei wieder neu aufgebaut – darunter das jetzige in der Allensbacher Straße in Dettingen.

 

Ob beim Legen der Fliesen, dem Bauen der Holzdecke oder dem Anlegen der steinernen Terrasse – bei allem war Ljubo derart beteiligt, dass man ihn schon beinahe den „Baumeister“ der SG Dettingen-Dingelsdorf nennen könnte. Schließlich ist auch die Grillhütte mit seiner Hilfe restauriert und dann ein paar Mal mit dem Traktor verschoben wurden. Ljubo ist also immer da, wenn etwas angepackt werden muss, und da gibt es bei einem Verein mit Clubheim natürlich einiges. Da darf man schon einmal froh darüber sein, dass eine Tätigkeit wegfällt. Denn als Platzwart musste er früher sonntags immer „das Spielfeld bewässern und Schläuche umherziehen“, erinnert sich Ljubo noch zu gut, wusste damals aber: „Einer muss es machen“. Heute übernimmt diese Aufgabe eine automatische Sprinkleranlage für ihn.

Langweilig wird ihm deswegen noch lange nicht, denn auch ohne das Umherziehen von Schläuchen hat Ljubo genug andere Baustellen. So hält er die Umkleidekabinen in Ordnung, repariert die Duschen und Sitzbänke –es gibt einfach immer was zu tun. „Wenn mich jemand braucht und ich helfen kann, dann bin ich da“, sagt Ljubo. Schließlich kann der Verein, wenn Ljubo etwas selbst reparieren kann, Geld für den Handwerker sparen. Und wenn er es einmal nicht selber kann, dann kümmert er sich eben um die Handwerker. Im Endeffekt ist Ljubo also bei den meisten Reparaturen auf die ein oder andere Weise involviert.

 

Sein großes Engagement für den Verein rührt vor allem daher, dass Ljubo hier fest verwurzelt ist. 1970 kam der gebürtige Kroate nach Deutschland an den Bodensee, und genau hier ist er bis heute geblieben. Es dauerte nicht lange, da war Ljubo, der auch gerne mal „Lup“ oder „Jup“ genannt wird, in Dettingen involviert. Von 1973 bis 1988 spielte er für Dettingen Handball. Dass der so freundliche und gut gelaunte Ljubo da ganz schön hitzköpfig werden konnte, kann man sich gar nicht vorstellen. „Da hat es auch mal Ärger gegeben“, erinnert sich Ljubo schmunzelnd an damals. Schließlich konnte er zu der Zeit die Sprache noch nicht richtig, und so kam es in der ‚Hitze des Gefechts‘ gerne mal zu Missverständnissen mit den Unparteiischen. Nach der Partie war jedoch gleich alles vergessen, denn lange kann Ljubo kein Hitzkopf sein. Seine Leidenschaft für Handball hat er bis heute beibehalten. So geht er gerne zu den Spielen der HSG Konstanz und des SV Allensbach.

 

Neben Handball ist natürlich auch König Fußball ein Interesse von Ljubo. Bei den Alten Herren ist er auch heute noch engagiert und trainiert fleißig mit. „Ich komme ins Training und mache das, was ich kann. Das tut mir gut“, lacht er. Als langjähriger Präsident der Alten Herren kann er aber natürlich auch eine harte Seite zeigen. Wenn mal nicht auf ihn gehört wird, dann droht Ljubo mit der Streichung des beliebten Frühstücks, bei dem sich alle mit ihren Frauen und Kindern treffen. Dann laufe es wieder, lacht Ljubo.

 

Bis heute hat Ljubo Sabljic in seinen 48 Jahren in Dettingen eine Menge Energie in den Verein gesteckt. Umso weniger kann er jetzt damit aufhören. „Alles verrotten lassen kann ich auch nicht, das fängt mit Kleinigkeiten an“, meint Ljubo. Schließlich sei da einiges „an Herzblut“ reingeflossen. Überall, ob im Clubheim oder im Spielfeld, steckt die Arbeit von Ljubo drin. Und so wird wohl auch künftig noch Ljubos Handy klingeln, und ihn über eine anstehende Reparatur informieren. Und Ljubo wird sich dann selbstverständlich auf den Weg zum Clubheim machen, um diese möglichst selbst auszuführen. Nur bei einer Sache möchte er langsam etwas zurücktreten und die Aufgabe abgeben. Für den Aufbau der Vereinsstände beim Dorffest streckt er die Fühler nach einem Nachfolger aus, schließlich „muss der es ja auch einmal können“, scherzt Ljubo. Und mit seinem Sohn Kai, der Co-Trainer der 1. Mannschaft der SG ist, ist auch schon die nächste Generation Sabljic im Verein involviert.

 

| Maximilian Halter |

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